Archiv der Kategorie: Allgemein

Das Kreuz mit den Ostermärkten

Der Frühling und damit auch die Osterzeit stehen vor der Tür, die uns Kaninchenbesitzern natürlich einerseits besonders viel Freude bereitet. Kaninchen, wohin man schaut. Nicht, dass wir nicht das ganze Jahr über das ein oder andere langohrige Deko-Tier in unserer Wohnung oder auf dem Balkon platziert hätten, doch in dieser Saison ist es „offiziell“ gerechtfertigt, nach Herzenslust unsere Lieblingstiere in allen Variationen überall um sich zu scharen. Auch in den Läden stapeln sich Kaninchen aus Holz, Plüsch, Keramik und natürlich Schokolade in den Regalen. In dieser Form erfreuen wir uns auch dem Anblick in großer Zahl. Doch gibt es auch eine dunkle Seite des Osterbrauchtums, bei der unsere Toleranz aufhört.


Leider findet man noch immer auf den Ankündigungen einiger Frühlings- und Ostermärkte Slogans wie „Osterzoo mit echten Tieren“, die zum angeblichen „Vergnügen für die ganze Familie“ ausgestellt werden. Oft sind es Küken, Lämmer, vor allem aber natürlich „Hasen“ (dass es sich dabei immer um Kaninchen handelt weiß der Laie ja kaum). Zur Verfügung gestellt werden die Tiere dabei meistens von Kaninchenzuchtvereinen. Auch Shoppingcenter zeigen vereinzelt noch Osterlandschaften mit echten Kaninchen, wobei hier glücklicherweise immer mehr davon abgegangen wird und man auf bewegliche Hasenpuppen zurückgreift, was kleine Kinder mehr fasziniert, als ein verschrecktes Tier, das sich meistens nur in sein Häuschen zurückzieht (so man ihm dies zur Verfügung stellt).


Dass Kaninchen Fluchttiere und extrem schreckhaft und stressanfällig sind, sollte man eigentlich nicht mehr erklären müssen. Sie der Tortur einer Ausstellung in engen Boxen auszusetzen, womöglich noch dem, von Kindern betatscht oder herumgetragen zu werden, widerspricht jeglichem Tierschutzgedanken, abgesehen davon, dass es allem widerspricht, was wir versuchen, in unserer Beratung den Menschen über diese wunderbaren Tiere zu vermitteln.


Alle, die im Tierschutz tätig sind, sollten daher, wo immer sie in nächster Zeit auf jene Ankündigungen mit Veranstaltungen stoßen, bei denen Kaninchen und andere Tiere zur Schau gestellt werden, freundlich darauf hinweisen, dass dies längst nicht mehr zeitgemäß ist und es Alternativen gibt.

Bettina Granegger

Weihnachts-Glück für Maxi

Erinnert Ihr Euch noch an Maxi? Unser unglückliches Oster-Kaninchen? Im April wurde er, nachdem er aus zweijähriger Haltung im engen Käfig herausgeholt worden war, von uns ins Tierheim Amberg gebracht. Dort wurden beim Routine-Check erst einmal Kokzidien festgestellt und Maxi musste länger als geplant in der Quarantäne bleiben. Doch irgendwann war seine Zeit der Einsamkeit vorbei, er wurde kastriert und durfte nach Absitzen der Frist zumindest in eine Gruppe umziehen.

Endlich begann für Maxi ein Leben mit Artgenossen. Der sanfte Kaninchenmann kam ohne Probleme sofort mit allen zurecht und zeigte sich bescheiden und angepasst. So lange genug Futter vorhanden war, war alles gut. Hierfür ist in Amberg ja immer gesorgt, ebenso wie für ausreichend Platz in den großen Gehegen für die Kaninchengruppen. Erst einmal war Maxi also zufrieden mit seinem Leben. Was jedoch trotzdem noch fehlte, war ein endgültiges Zuhause.

Vielleicht kennen die Facebook-Nutzer unter Euch die Seite „Plüschfüße“, auf der die Halterin von Berta und damals Otti mit liebenswertem Humor vom Alltag ihrer Kaninchen berichtet, die in freier Wohnungshaltung in der Nähe von Bayreuth leben. Täglich folgen unzählige User dieser Seite, nehmen Anteil, was diese Kaninchen so treiben. Und leider auch am traurigen Schicksal, als Otti unverhofft im Oktober über die Regenbogenbrücke hoppelte. Traurig sehnte sich Berta nach einem neuen Partner und durch den privaten Kontakt ihrer „Mama“ zu uns kam Maxi ins Spiel. So fuhr diese kurze Zeit darauf nach Amberg, um den Anwärter für ihre Berta kennenzulernen und zumindest für sie war es Liebe auf den ersten Blick. Wer kann diesem Charme auch schon widerstehen? Naja, Berta konnte es erst mal, wie sich herausstellte.

Für Maxi jedenfalls erfüllte sich ein Traum und er durfte zu seiner neuen Freundin und in ein Zuhause ziehen, das nur ihm gehören sollte. Was für Maxi jedoch im Vordergrund stand, war im ersten Moment weiterhin erst mal nur eins: Ausreichend Futter. Und so erfolgte eine der einfachsten Vergesellschaftungen in der Geschichte der Kaninchenhoffnung. Maxi zog bei Berta ein, schlief, fraß und war glücklich. Berta war anfangs noch etwas verwirrt über den neuen Mitbewohner, doch nach ein paar Tagen war auch sie von Maxi überzeugt und bald begannen die ersten zarten Annäherungsversuche.

Wir freuen uns sehr, bei all den sonst oft traurigen Schicksalen auch mal eine Geschichte mit Happy End erzählen zu können. Maxi darf nach einigen wirklich unschönen Jahren und einer hoffnungsvollen Zeit im Tierheim sein Weihnachtsfest nun so verbringen, wie es jedes Kaninchen, jedes Tier, verdient hat, nämlich geliebt!

PS: Wer noch weiter verfolgten möchte, was Maxi und Berta alles so erleben, kann dies bei Facebook auf der Seite „Plüschfüße“ tun.

Rückkehr von Anni und ihren Kindern ins Tierheim Böblingen

Unsere Pflegehäsin Anni ist heute zusammen mit ihren sechs tollen Kindern Beverly, Heidi (auch „Die kleine Line“ genannt), Draco, Falbala, Luzia und Jean-Luc aus unserer Pflegestelle ausgezogen und zurück ins Tierheim Böblingen gefahren worden.

Alles muss erst einmal erkundet werden.

Die Sieben haben auch schon eifrig ihr neues Areal, eines der dortigen Außengehege, erkundet. Ihre Burg und ihr Hängemattenhaus von der Pflegestelle haben sie natürlich mitnehmen dürfen, um ihnen die Übersiedelung zu erleichtern und natürlich auch weil sie beides so lieben.

Und zwar gründlich.

Der Abschied fiel uns natürlich sehr schwer, zumal Anni und ihre Kinder eine wundervolle Bereicherung für unsere Pflegestelle waren, selbst wenn sie viel Arbeit gemacht hatten. Aber das haben wir wirklich gerne gemacht für Anni, die ehemals ausgesetzte trächtige Fundhäsin, es war eine Freude zu sehen, wie sie gut sozialisiert mit ausreichend Platz und gutem artgerechten Wiesenfutter aufgewachsen durften, von ihrer Mama toll umsorgt. Alle Sieben sind zutraulich geworden, wenn sie ihre Wiesepflücker erst einmal kennen, können sie mitunter sogar richtig frech und fordernd sein. Wir werden euch alle sehr vermissen.

Die Mama muss natürlich ebenfalls alles inspizieren.

Wir wünschen ihnen alles nur erdenklich Gute und hoffen, dass sie wunderschöne artgerechte Plätze finden, mit Kaninchenhaltern die sie lieben und ihnen den Platz und die Ernährung geben, welche sie brauchen um gesund und munter durch ihr weiteres Leben zu hoppeln.

Am Heuturm wird schon gemümmelt.
Und auch der kleine Jean-Luc hat schon einen Aussichtsposten gefunden.

Maxi, unser Oster“hase“

Maxi, ein wunderschöner Rammler, hatte in seinen ersten beiden Kaninchenjahren nicht wirklich viel Glück. Doch dies sollte sich genau zu diesem Osterfest ändern, an dem er buchstäblich als unser Oster“hase“ in ein neues Leben hoppeln durfte.

Bis dahin kannte Maxi nur den stressigen Alltag in einer Familie mit Kindern und vielen anderen Tieren, dem er dauerhaft in einem kleinen Käfig ausgesetzt war, zusammen mit einer Häsin und irgendwann natürlich auch Nachwuchs. Zwei privaten Tierschützerinnen, die auf die Situation aufmerksam wurden, ist es zu verdanken, dass diese dort entschärft werden und zumindest ein Teil der Tiere untergebracht werden konnte. Auch wir wurden um Hilfe gebeten, da es darum ging, auch für Maxi einen Platz zu finden. Inzwischen war er auf der Pflegestelle schon geimpft und gegen Parasiten behandelt worden. Die schlechte Haltung hatte bei allen geretteten Kaninchen entsprechende gesundheitliche Auswirkungen hinterlassen.

Sofort aufnahmebereit für Maxi zeigte sich unser Partnertierheim in Amberg. Mit nur einem Anruf bei Sabine Falk, der Leiterin, wurde die Übernahme koordiniert und am Ostersamstag konnte der Hübsche von Oberfranken in die Oberpfalz umziehen. Bettina Granegger brachte Maxi nach Amberg und begleitete ihn bei seinen ersten Erkundungen im Quarantänegehege. Begeistert hoppelte er immer wieder vom Innen- in den Außenbereich und zurück. So viel Platz kannte Maxi zuvor nicht. Es war so schön, zu sehen, wie glücklich er alles beschnupperte und es genoss, sich endlich bewegen zu können.

Maxi kann sein Glück noch gar nicht fassen, dass er nun Platz zum Hoppeln hat.

Was Maxi noch nicht weiß – nach Absitzen seiner Kastrationsfrist darf er im Tierheim demnächst in ein noch viel größeres Gehege umziehen und wird mit Pippilotta, der schicken Riesen-Häsin und ein paar anderen Böckchen vergesellschaftet. Natürlich soll dies dann aber nicht für immer sein, vielmehr wünschen wir uns für Maxi, dass er bald ein Für-immer-Zuhause mit Artgenossen findet. Wer sich hier schon in unser Oster-Kaninchen verliebt, darf sich gern ans Tierheim Amberg wenden, dem wir einmal mehr für die komplikationslose Zusammenarbeit danken.

Unser Infostand beim Tierschutzcafe im Tierheim Böblingen

Gestern stand das diesmonatige Tierschutzcafe im Tierheim Böblingen wieder einmal unter dem Motto “Kaninchen” und wir waren natürlich wieder mit einem Infostand dabei. Leider war das Wetter etwas frisch und bewölkt, so dass leider nicht so viele Besucher wie sonst üblich kamen, was sich natürlich auch auf unsere Beratungstätigkeit auswirkte, die nur wenig in Anspruch genommen wurde.


Dennoch sind wir natürlich gerne gekommen und bedanken uns wie jedes Mal bei dem lieben Tierheimteam.

Wie geht es eigentlich den Dubai-Mädels und der Häsin mit ihrem Wurf?

Den Dubai-Mädels geht es weiterhin gut. Sie sitzen noch immer hier bei einem unserer Aktiven und warten auf ein schönes geräumiges Zuhause. Sie haben zwar auch hier auf der vorübergehenden Pflegestelle viel Platz, mit ca. 19 – 20 qm, aber das ist den umtriebigen Damen eigentlich zu wenig.

Panda, Goldie und Yasmeen

Vor einigen Tagen hatten Panda, Goldie und Yasmeen ihren Impftermin und sind nun wieder gegen die gängigen drei Seuchen (Myxomatose, RHD1 und RHDV2) geimpft worden. Bei Yasmeen gab es zuletzt eine Behandlung gegen Blasengries, die nun erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Das abschließende Röntgenbild sah sehr gut aus. Pandas Zahnprobleme sind offensichtlich bei richtiger Ernährung nicht mehr existent, seit der Eingangsuntersuchung, als eine Spitze entfernt werden musste, ergab sich kein weiterer diesbezüglicher Befund.

Die drei sind also topfit und warten weiterhin auf liebe Interessenten, die ihnen ein neues Zuhause schenken wollen.

Mamas müssen auch mal chillen

Anni, die Häsin, über wie wir zuletzt berichtet hatten, hat sich auf der vorübergehenden Pflegestelle gut eingelebt. Ihre sechs Kinder hat sie vorbildlich versorgt, alle hoppeln munter umher und fressen seit einer Woche am „Büffet“ mit. Zwar ist es wirklich sehr süß, so kleine Seelchen aufwachsen zu sehen, aber es sei hier ausdrücklich erwähnt, dass wir keine Vermehrung oder Zucht an sich unterstützen, sondern in diesem Fall nur im Rahmen unserer Tierschutzarbeit ausgeholfen haben, einer trächtigen Fundhäsin aus einem unserer Kooperationstierheime ein vorübergehendes Heim zu schenken, in dem sie ihre „Würflinge“ in Sicherheit und Ruhe aufziehen kann.

Das “Gewusel” ist manchmal sehr groß.

Die kleinen Hoppler und ihre Mama werden nun voraussichtlich noch etwas länger als geplant auf der Pflegestelle bleiben, da die Möglichkeit besteht, dass sie anschließend gleich in ein größeres Außengehege ziehen können. Da dies aber vor Anfang Mai nur schwerlich möglich ist, werden sie ihr jetziges Heim noch etwas unsicher machen dürfen.

Neues von der Kaninchenhoffnung

In letzter Zeit gab es ja wenig von uns zu lesen. Dies konnte darauf zurückzuführen sein, dass es nichts neues zu berichten gab, aber leider war dem nicht so.

Es häuften sich wieder die Notfälle, zwar keine großen mit mehreren Dutzend Kaninchen, wie noch im Jahr 2017, worüber wir sehr dankbar waren. Nein, diesmal waren es eher viele kleine interne Notfälle, die wir unter unseren Kooperationstierheimen selbst bewältigen konnten. Entweder waren es zu viele Kaninchen in einem Tierheim, behinderte Kaninchen, die eine Dauerpflegestelle suchten oder aber wie gerade aktuell, dass eine trächtige Fundhäsin temporär bei einem unserer Aktiven untergekommen ist, damit sie nach all dem Stress in Ruhe ihre kleinen „Würflinge“ zur Welt bringen und großziehen kann, mindestens solange bis sie die Kleinen nicht mehr gestillt werden müssen. Zu gegebener Zeit gehen dann alle wieder ins Kooperationstierheim, aus der die Häsin gekommen war.

Annegret, die Häsin, oder wie wir sie nennen, Anni oder Ann-Kathrin

Die Kleinen sind übrigens mittlerweile schon über eine Woche alt und werden wohl bald ihre neue Welt erkunden, noch aber liegen sie im kuschelig warmen Nest, welches ihnen ihre liebevolle und absolut zutrauliche Mama gebaut hatte.

Es wuselt im Nest…

So, das war es mal wieder von uns.

Mama ruht sich aus…

Absage unseres Infostandes morgen im Tierheim Heidenheim

Leider müssen wir unseren Infostand im Tierheim Heidenheim für morgen, den 09.Dezember 2018,  zum Weihnachtsfest aufgrund des vorhergesagten stürmischen Wetters absagen.  Es tut uns sehr leid, dass wir deswegen nicht kommen können, aber wir denken es ist die richtige Entscheidung.

Wir möchten aber dem Tierheim Heidenheim von Herzen ein schönes und tolles Weihnachtsfest wünschen, da ein Teil der Festivitäten ja im geschütztem  Innenraum des Hauptgebäudes stattfindet.

Unser Infostand beim Adventsfest im Tierheim Böblingen

Am Sonntag waren wir erstmals zum Adventsfest im Tierheim Böblingen zu Gast gewesen.

Der Grund hierfür war die Absage des Reutlinger Termins, über den wir ja zuvor schon berichtet hatten. So kamen wir letztlich binnen eines Monats erneut ins schöne Böblinger Tierheim.

Leider spielte das Wetter nicht so mit, da es häufig regnete, was sich ein wenig auf die Besucherresonanz auswirkte. Dennoch war es ein schönes Fest mit lieben Besuchern und einem netten Tierheimteam vor Ort, bei dem wir uns natürlich ganz herzlich bedanken möchten.