Der große Tierschutznotfall in Amberg vom 15.Oktober 2017

Kurzbericht zum großen Tierschutznotfall ab dem 15.10.2017

Am Sonntag dem 15.Oktober 2017 wurden wir gegen 20.30 Uhr von Frau Sabine Falk vom Tierheim Amberg zu Hilfe gerufen. Schon während des Telefongespräches ahnten wir, dass es ein großer Notfall werden würde, wie groß er aber wirklich sein sollte, wurde erst klar, als wir direkt vor Ort eintrafen. Ein illegaler Tiertransport war von der Polizei gestoppt worden, vollgepackt mit viel zu kleinen Holzgitterboxen und größtenteils unversorgt. Vor allem Mäuse und Ratten, aber auch Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster, Chinchillas und Degus, sowie einige Exoten waren auf viel zu engem Raum zusammengepfercht. Zusammen mit dem Veterinärsamtstierarzt und Frau Falk standen wir im Hof der Verkehrspolizei Amberg, ehe es schließlich ins Amberger Tierheim ging. Dort wurden alle Holzboxen ausgeladen, sowie noch einige andere Boxen mit Exoten. Zusammen mit vielen ehrenamtlichen Helfern vor Ort halfen wir, die einzelnen Boxen aufzunehmen und alles zu dokumentieren. Schon früh zeichnete sich ab, dass es wohl annähernd 7000 Tiere sein würden, vielleicht auch mehr, die sich da in unzähligen viel zu engen Holzboxen im Tierheim stapelten. In vielen dieser Boxen war noch nicht mal für eine Minimalversorgung gesorgt.

Mit der Zeit trafen dann auch die ersten Mitarbeiter von umliegenden Tierheimen ein, so dass wir zumindest eine kleine Anzahl an Tieren weitergeben konnten. Der Großteil aber stapelte sich auch die nächsten Tage weiterhin im Tierheim Amberg und auch eine Woche danach sind immer noch tausende Mäuse und hunderte Ratten im Tierheim. Es macht viel Arbeit, die Tiere alle aus ihren unsäglichen Holzboxen zu befreien und in vernünftige Käfige bzw. Gehege unterzubringen, aber irgendwann war auch diese Arbeit geschafft. Ohne die vielen fleißigen ehrenamtlichen Helfer vor Ort wäre das aber nicht möglich gewesen. Nach vier Tagen lief dann auch die externe Hilfe langsam besser an, so dass wir uns nun nach einer Woche intensiver Arbeit von dem Notfall zurückgezogen haben, da es nun dem Deutschen Tierschutzbund obliegt, die gesamte Organisationsarbeit zu übernehmen.

Da es sich nach wie vor um laufendes staatsanwaltschaftliches Verfahren handelt, werden wir in unseren Bericht keinen Bezug dazu nehmen, wohin welche Tiere gebracht wurden, auch keine genauen Zahlen nennen, darum haben sich nach Abschluss des Verfahrens gegebenenfalls andere zu kümmern.

Unser Dank geht an alle Beteiligten vor Ort, insbesondere den ehrenamtlichen Helfern des Tierheimes Amberg, die unverstellbares an Hilfe leisten mussten und müssen, um all diese Tiere zu versorgen.

Ein ganz besonderer Dank geht an alle ehrenamtlichen Helfer, die vom Sonntag dem 15.Oktober bis Montag den 16.Oktober direkt in der „heißen“ Phase mit dabei waren, sich die Nacht um die Ohren geschlagen hatten, als die Not am größten war und jede Hilfe gebraucht wurde. Danke deshalb auch an die vier Tierheime die in dieser Nacht mit uns im Tierheim Amberg waren, um die ersten Tiere zu übernehmen, das Tierheim Dingolfing, das Tierheim Wunsiedel, das Tierheim Hersbruck und das Tierheim Feucht, sowie alle anderen Tierheime, die über den folgenden Tag verteilt ankamen, um Tiere zu übernehmen. Ohne euch wäre das alles nicht zu schaffen gewesen.