Weihnachts-Glück für Maxi

Erinnert Ihr Euch noch an Maxi? Unser unglückliches Oster-Kaninchen? Im April wurde er, nachdem er aus zweijähriger Haltung im engen Käfig herausgeholt worden war, von uns ins Tierheim Amberg gebracht. Dort wurden beim Routine-Check erst einmal Kokzidien festgestellt und Maxi musste länger als geplant in der Quarantäne bleiben. Doch irgendwann war seine Zeit der Einsamkeit vorbei, er wurde kastriert und durfte nach Absitzen der Frist zumindest in eine Gruppe umziehen.

Endlich begann für Maxi ein Leben mit Artgenossen. Der sanfte Kaninchenmann kam ohne Probleme sofort mit allen zurecht und zeigte sich bescheiden und angepasst. So lange genug Futter vorhanden war, war alles gut. Hierfür ist in Amberg ja immer gesorgt, ebenso wie für ausreichend Platz in den großen Gehegen für die Kaninchengruppen. Erst einmal war Maxi also zufrieden mit seinem Leben. Was jedoch trotzdem noch fehlte, war ein endgültiges Zuhause.

Vielleicht kennen die Facebook-Nutzer unter Euch die Seite „Plüschfüße“, auf der die Halterin von Berta und damals Otti mit liebenswertem Humor vom Alltag ihrer Kaninchen berichtet, die in freier Wohnungshaltung in der Nähe von Bayreuth leben. Täglich folgen unzählige User dieser Seite, nehmen Anteil, was diese Kaninchen so treiben. Und leider auch am traurigen Schicksal, als Otti unverhofft im Oktober über die Regenbogenbrücke hoppelte. Traurig sehnte sich Berta nach einem neuen Partner und durch den privaten Kontakt ihrer „Mama“ zu uns kam Maxi ins Spiel. So fuhr diese kurze Zeit darauf nach Amberg, um den Anwärter für ihre Berta kennenzulernen und zumindest für sie war es Liebe auf den ersten Blick. Wer kann diesem Charme auch schon widerstehen? Naja, Berta konnte es erst mal, wie sich herausstellte.

Für Maxi jedenfalls erfüllte sich ein Traum und er durfte zu seiner neuen Freundin und in ein Zuhause ziehen, das nur ihm gehören sollte. Was für Maxi jedoch im Vordergrund stand, war im ersten Moment weiterhin erst mal nur eins: Ausreichend Futter. Und so erfolgte eine der einfachsten Vergesellschaftungen in der Geschichte der Kaninchenhoffnung. Maxi zog bei Berta ein, schlief, fraß und war glücklich. Berta war anfangs noch etwas verwirrt über den neuen Mitbewohner, doch nach ein paar Tagen war auch sie von Maxi überzeugt und bald begannen die ersten zarten Annäherungsversuche.

Wir freuen uns sehr, bei all den sonst oft traurigen Schicksalen auch mal eine Geschichte mit Happy End erzählen zu können. Maxi darf nach einigen wirklich unschönen Jahren und einer hoffnungsvollen Zeit im Tierheim sein Weihnachtsfest nun so verbringen, wie es jedes Kaninchen, jedes Tier, verdient hat, nämlich geliebt!

PS: Wer noch weiter verfolgten möchte, was Maxi und Berta alles so erleben, kann dies bei Facebook auf der Seite „Plüschfüße“ tun.

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